Sport – Kreuz und Quer

Tabata im Check – Fit in 4 Minuten

Das hört sich richtig gut an. Lediglich vier Minuten trainieren und ein optimales Training absolvieren. Was sich erst einmal fragwürdig anhört, soll angeblich wirklich funktionieren, die Pfunde nur so purzeln lassen und zu einem richtig durchtrainierten Körper führen. Die Rede ist von Tabata. Was das japanische Fitness-Workout so interessant macht und worauf es zu achten gilt, zeigen wir in diesem kurzen Tabata Check.

Hochintensives Intervalltraining ist nichts für jeden

Vier Minuten hören sich erst einmal wenig an. Wer sich allerdings damit beschäftigt, was eigentlich hinter Tabata steckt und wer womöglich schon ein komplettes Training absolviert hat, wird schnell bemerken, dass selbst eine Stunde auf dem Ergometer deutlich angenehmer sein kann als diese 240 Sekunden.

Erfunden wurde das Training vom japanischen Wissenschaftler Izumi Tabata. Er untersuchte in breit gefächerten Studienreihen bereits in den sechziger Jahren die Auswirkungen von hochintensivem Intervalltraining auf den menschlichen Organismus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tabata im Vergleich zu anderen Trainingskonzepten prädestiniert ist, die Fettreserven schmelzen zu lassen. Der Nachbrenneffekt fällt bei diesem Training besonders hoch aus. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Tabata auch richtig absolviert wird.

Die Tabata-Grundlagen und Übungen

Damit die Fettreserven auch wirklich angegriffen werden, muss das Training innerhalb der vier Minuten sehr intensiv ausfallen. Das bedeutet, dass Unterhaltungen oder Trinkpausen, kurzes Hinlegen und sogar das Durchschnaufen eigentlich nicht möglich sind. Kurz gesagt: Innerhalb von vier Minuten muss der Körper an sein Leistungsmaximum geführt werden. Auf www.sixpack.at werden einige hilfreiche Tipps und Tricks gegeben, wie man sich während der vier Minuten mental perfekt auf die anstehenden Herausforderungen vorbereiten kann.

In der Regel wird das Training so absolviert, dass in kurzen Intervallen trainiert wird. Auf 20 Sekunden Belastung folgen zehn Sekunden Pause. Diese Abfolge wird achtmal wiederholt. Um den bestmöglichen Erfolg mit Tabata zu gewährleisten, müssen auch die Übungen derartig ausgewählt werden, dass sie nicht nur anstrengend sind, sondern auch möglichst viele Muskelgruppen ansprechen.

Das Positive ist also durchaus, dass es sich bei Tabata um ein klassisches Fitnesstraining handelt, das nicht konkret auf Muskelaufbau abzielt, das dafür aber auch sehr individuell gestaltet werden kann. Klassische und für Tabata perfekt geeignete Übungen sind:

  • Burpees
  • High Knees
  • Squad Jumps
  • Sprints
  • Climbers
  • Jumping Lunges
  • Pull-Ups

Zudem kann es durchaus hilfreich sein, mit Equipment zu arbeiten. Mit dabei sein sollte auf jeden Fall eine Stoppuhr, die sich auch in jedem Smartphone wiederfinden lässt, für welche sogar spezielle Tabata-Apps oder Timer wie auf www.tabatatimer.com entwickelt wurden. Für manche Übungen können zusätzliche Gewichte wie Kettleballs empfehlenswert sein. Wer in den 20 Sekunden-Einheiten jedoch alles gibt, wird schnell bemerken, dass Gewichte selbst für durchtrainierte Sportler zumindest in den Anfängen kaum notwendig sein werden.

Tabata funktioniert. Dies ist unbestritten. Allerdings verlangt es von Sportlern hohe Selbstdisziplin. Denn bis an sein körperliches Limit zu gehen, das benötigt vor allem Willenskraft und Überwindung. Denn in herkömmlichen Sportarten und beim normalen Fitnesstraining wird das körperliche Maximum in der Regel nicht erreicht. Gänzlich neu ist das Training übrigens nicht, denn auch das beliebte und moderne Freeletics beruht auf einem ähnlichen Prinzip des High-Intensive-Intervall-Trainings.

Bild: Toni Verdú Carbó, flickr.com


Artikel, die dich vielleicht auch interessieren könnten:



Hinterlasse eine Antwort

E-Mail wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

Zulässige HTML Tags und Attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>