Fitness

Stoffwechselmessungen – was bringt es im Sport?

Wer sportlich Erfolg haben möchte, der muss auf sein Gewicht achten, Muskeln aufbauen und richtig trainieren. Doch diese einfache Theorie ist bekanntlich nicht immer leicht umzusetzen. Manchem wird bereits aufgefallen sein, dass einige Personen auch ohne großes Training athletisch aussehen, andere wiederum trainieren jahrelang hart, halten Diät und werden ihr Körperfett dennoch nicht los. Ein Grund hierfür kann der Stoffwechseltypus sein. Insgesamt lassen sich drei Typen unterscheiden. Diesen individuell zu bestimmen, ist gar nicht so einfach, es sei denn, man baut auf moderne Technologie, wie beispielsweise auf das Stoffwechsel-Screening.

Diese Stoffwechseltypen gibt es

Um das perfekte Training für den optimalen Körper zusammenzustellen, muss zuerst der Stoffwechseltyp bestimmt werden. Der Körperbautyp, auch Stoffwechseltyp, wurde erstmalig durch den Sportwissenschaftler William Sheldon definiert. Er unterscheidet:

  • Ektomorph: Der dünne, hagere Typ, der essen kann, was er möchte, und trotzdem kaum Körperfett ansetzt. Auch der Muskelaufbau gestaltet sich schwierig.
  • Mesomorph: Das Wunschbild eines jeden Sportlers. Auch ohne viel Training wirkt der mesomorphe Typ athletisch und muskulös. Er besitzt ein von Natur aus gesundes Verhältnis zwischen Muskelmasse und Körperfett.
  • Endomorph: Der Albtraum für jeden Sportler. Zwar bauen diese Typen rasant Muskelmasse auf, doch noch viel schneller setzt sich Fett an. Endomorphe Typen kämpfen meist ihr ganzes Leben mit Übergewicht.

Um herauszufinden, welcher Stoffwechseltyp man selbst ist und ob womöglich Stoffwechselerkrankungen vorliegen, kann man sich des Stoffwechsel-Screenings bedienen. Moderne Geräte wie das bekannte CRS-Analysesystem erfassen individuelle Daten zum zellulären Stoffwechsel ohne die Notwendigkeit eines invasiven Eingriffs. Die moderne und ungefährliche Messmethode kann beispielsweise zu folgenden trainingsrelevanten Parametern Datensätze liefern:

  • Stoffumsatz
  • Fitnesszustand
  • Leistungsfähigkeit
  • Belastbarkeit

Darüber hinaus sammelt das Analyse-System auch Daten zur Immunabwehr oder oxidativen Stress. Die Einsatzmöglichkeiten sind dementsprechend variabel. So wird das CRS-System nicht nur im Bereich der Sportdiagnostik eingesetzt, sondern kann zum Beispiel auch in der Gesundheitsprävention begleitend zu kalorienreduzierten Ernährungszyklen zum Einsatz gelangen.

So werden Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel richtig trainiert

nudelnBasierend auf den teils sogar graphischen Auswertungen des CRS-Systems ist es für Amateur- und Leistungssportler sowie Trainer und Ärzte möglich, den Stoffwechseltypus zu bestimmen und konkrete Trainings- und Ernährungspläne zu konzipieren, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse des Trainierenden oder Patienten abgestimmt sind.

Um das maximale Leistungsvermögen aus dem eigenen Körper zu extrahieren, ist es notwendig, sowohl den Kohlenhydrat- als auch Fettstoffwechsel zu trainieren. Für das Training des Fettstoffwechsels gilt dabei:

  • ein hoher Insulinspiegel durch massive Zufuhr von kohlenhydrathaltigen Speisen beeinträchtigt den Fettstoffwechsel
  • durch zu hohe Trainingsbelastung wechselt der Körper in den Kohlenhydratstoffwechsel

Entsprechend muss für das Training des Kohlenhydratstoffwechsels dieses exakt den entgegengesetzten Kriterien entsprechen. Für Frauen ist es übrigens besonders schwierig, das geeignete Training zu finden bzw. erst einmal den Stoffwechseltypus festzustellen, da bei ihnen häufig hormonelle Schwankungen berücksichtigt werden müssen. Auch hierfür bietet übrigens das CRS-Screening die optimale Lösung an, um Defizite oder Besonderheiten im zellulären Stoffwechsel zu diagnostizieren.

Bild: Guy Renard, flickr.com


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1 Kommentar

  1. Sehr interessant. Ich wusste gar nicht dass man darauf selbst beim Training Einfluss nehmen kann. Hört sich aber plausibel an. Würde mich freuen, wenn du das Thema noch etwas intensiver behandelst. Ich denke gerade für Abnehmwillige ist das hochinteressant

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