Fitness

Sportverletzungen im Kraftsport

Fitnesstraining ist gesund, solange verantwortungsbewusst mit dem Trainingsplan umgegangen wird. Besonders Einsteiger haben häufig ein zu hohes Leistungsdenken, das in körperlicher Überforderung münden kann. Die Folge: Sportverletzungen.

Typische Verletzungen durch Übertraining
Zu häufige oder intensive Trainingseinheiten stellen für den Körper eine immense Überforderung dar. Vor allem Einsteiger wissen zu Beginn nicht, wo die körperlichen Grenzen sind. Längere Phasen der Überforderung führen zu einer starken Schwächung der körperlichen Funktionsweise und resultieren nicht selten in Sportverletzungen:

Arthrose
Gelenkerkrankungen können das Resultat von Übertraining sein. Insbesondere Überlastungsschäden im Bereich der Gelenke begünstigen die Entstehung der Arthrose. Trainingsübungen, die aus häufigen Richtungswechseln bestehen oder starke Drehbewegungen beinhalten sind außerordentliche Belastungen für den Gelenkapparat der menschlichen Körpers und sollten unter Einhaltung der gebotenen Sorgfalt durchgeführt werden. Nicht immer werden Gelenkverletzungen als solche erkannt, da Mikrotraumen häufig schmerzfrei und somit unerkannt bleiben. Weitergehende Informationen zur Arthrose sind hier zu finden.

Ermüdungsbrüche
Eine schwerwiegende Folge von zu starker Belastung über lange Zeit, sind Ermüdungsbrüche. Diese treten in den meisten Fällen nicht plötzlich auf, sondern entstehen schleichend während der Belastungseinheiten. Häufig betroffen sind die Mittelfußknochen oder Halswirbel. Auch körperliche Fehlstellungen begünstigen die Entstehung von Ermüdungsbrüchen. Hier sind besonders Fehlstellungen der Füße zu hervorzuheben, die in einer Ermüdung der Schienbein- und Wadenknochen münden.

Typische Verletzungen durch Unfälle
Mangelnde Konzentration oder ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reichen häufig aus, um sich während des Fitnesssports zu verletzen. Diese Verletzungen können zahlreiche Körperregionen betreffen. Häufig treten die folgenden Verletzungsbilder auf:

Muskelzerrungen oder Muskelfaserrisse
Muskelzerrungen entstehen oft durch ruckartige oder inkorrekte Bewegungsabläufe. Ursache sind somit Überdehnungen der Muskulatur. Betroffen sein können dabei sämtliche Muskelgruppen des Körpers. Zumeist treten Zerrungen allerdings bei Muskelpartien auf, die über Körpergelenken liegen. Symptomatisch sind krampfartige Schmerzen, die in ihrer Intensität langsam steigen, sowie spürbare Verhärtungen.

Wird eine Zerrung nicht vollständig regeneriert, können ganze Muskelfasern reißen oder betroffene Muskelgruppen gehäuft durch Verletzungen beeinträchtigt werden. Bei Muskelfaserrissen treten die Schmerzen plötzlich und besonders intensiv auf. Druckverbände, Salben und eine Hochlagerung des betroffenen Körperteils unterstützen den Heilungsprozess, der bis zu mehreren Wochen dauern kann.

Bänderdehnungen oder Bänderrisse
Wie bei den obigen Muskelverletzungen, können ebenso Bänderverletzungen auftreten. Auch diese treten meist in Gelenkregionen auf und häufen sich bei zu schnellen oder unrunden Bewegungsabläufen. Eine vollständige Regeneration ist wichtig, um eine Verschlechterung zu vermeiden. Die Heilungszeiten bei Bänderdehnungen betragen in der Regel bis zu zwei Wochen. In dieser Zeit sind sportliche Aktivitäten zu vermeiden, wohingegen Alltagsbewegungen durchaus möglich und sogar förderlich sein können.

Bänderrisse hingegen benötigen eine längere Zeit zur Ausheilung und erfordern einen schonenden Umgang mit der betroffenen Körperpartie. Operative Eingriffe sind in der modernen Behandlung nur in Ausnahmefällen notwendig und meist dann therapeutisch bedeutsam, wenn der Heilungsprozess nicht einsetzen kann und den Bänder chronische Instabilität droht. Häufig reicht eine Stabilisation in Kombination mit Salbenverbänden aus, um eine Regeneration zu erzielen. Ebenso wichtig wie ausreichende Erholung, ist ein frühzeitiges Rehabilitationsprogramm.

Knochenbrüche
Plötzlich auftretende Knochenbrüche sind oftmals die Folge von Ablenkung oder Unachtsamkeit. Sie können vor allem bei der Benutzung von hohen Gewichten auftreten, wenn die Kontrolle über das Trainingsmittel nicht gewährleistet werden kann. Bei sämtlichen Trainingseinheiten ist es sinnvoll, sich allein auf den Bewegungsablauf und den Umgang mit den Geräten zu konzentrieren. Die Regenerationszeiten von Knochenbrüchen sind lang und betragen mehrere Wochen; in schwerwiegenden Fällen sogar einige Monate. Eine vollständige Ausheilung immens wichtig, damit der Knochen wieder die volle Belastbarkeit erreichen kann. Insbesondere auf eine schrittweise Heranführung an belastende Bewegungsabläufe ist zu achten, da Knochen und Muskeln während der Verletzungszeit einen Teil der ursprünglichen Leistungsfähigkeit einbüßen und langsam durch Rehabilitationssport wiederaufgebaut werden müssen.

Vorbeugen
Konzentrierte Trainingseinheiten und eine gute Vorbereitung sind die wichtigsten Faktoren, um Verletzungen vorzubeugen. Auch die Einhaltung des Trainingsplanes und ausreichende Erholungsphasen sind grundlegende Präventionsmaßnahmen. Verantwortungsbewusstes Training ist letztendlich effizienter, als kurzfristige Leistungssteigerungen erzielen zu wollen und dabei Sportverletzungen zu riskieren.

Bild: Euskalanato


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