Sport – Kreuz und Quer

Nordic Walking

Nordic Walking wird unter Fitness- und Freizeitsportlern immer beliebter. Bei dieser Ausdauersportart wird das Gehen im Rhythmus der Schritte durch die Nutzung von zwei Stöcken unterstützt. Durch den Stockeinsatz wird aber nicht nur die Gleichmäßigkeit des Gehens gefördert, vielmehr wird auch die Muskulatur durch die zusätzlichen Oberkörperbewegungen trainiert und der Sauerstoffverbrauch erhöht. Dies macht Nordic Walking zu einem sinnvollen Bestanteil des Fitnesstrainings von Sportlern wie von Ungeübten.

Entstehung des Nordic Walking
Vorläufer des Nordic Walking wurden schon früh im Rahmen des Trainings von Skiläufern praktiziert. Den Begriff gibt es seit 1990. Als Breitensport wurde es aber erst seit 1997 populär. Beschreibungen und Übungen für Nordic Walking wurden von Marko Kantaneva entwickelt und veröffentlicht. Auch die ersten speziell für das Nordic Walking entwickelten Stücke kamen 1997 auf den Markt.

Vorzüge des Nordic Walking
Zum einen sorgt der Einsatz von Walking-Stöcken für ein gleichmäßiges Gehen. Zum anderen wird durch die Stockbewegungen beim Gehen zusätzlich die Oberkörpermuskulatur beansprucht. Auch die Ausdauer wird beim Nordic Walking stärker gefördert als beim normalen Gehen. Der Sauerstoffverbrauch liegt bei korrekter Ausführung der Gehbewegung um rund 5 Prozent höher als ohne Stockeinsatz. Die Gelenke werden allerdings beim Nordic Walking mehr belastet.

Der Bewegungsablauf beim Nordic Walking
Es ist wichtig, den Bewegungsablauf beim Nordic Walking korrekt auszuführen. Um den erwünschten zyklischen Bewegungsablauf zu erzeugen, muss immer dann, wenn man mit der linken Ferse aufsetzt, der rechte Stock Bodenberührung haben. Im Gegenzug hat der linke Stock Bodenberührung, wenn man mit der rechten Ferse aufsetzt. Die Stöcke sind beim Gehvorgang nah am Körper zu führen. Der Stock wird unterhalb vom Körperschwerpunkt geführt und schräg nach hinten abgestoßen. Bei einigen Trainingsarten werden die Hände beim Führen der Stöcker abwechselnd geöffnet und geschlossen.

Ausrüstung für das Nordic Walking
Nordic Walking ist ein kostengünstiger Fitnesssport, denn als einzige Anschaffung fallen die Gehstöcke an. Stöcke für Nordic Walking gibt es aus Aluminium oder diversen Glasfasermischungen. In jedem Fall sollte es sich um leichte Materialien handeln, weil ansonsten die Gelenke bei der Gehbewegung zu stark belastet werden. Stücke aus Glasfaser haben den Vorteil, dass sie die Schwingungen beim Gehen gut dämpfen, während Stöcke aus Aluminium stabiler sind. Die Spitze der Stöcke ist zumeist mit einer abnehmbaren Gummispitze versehen, die dazu dient, die Geräusche auf dem Asphalt zu mindern und die Schläge beim Aussetzen des Stocks zu absorbieren. Handschlaufen am Griff sichern gegen Abrutschen und übertragen die Kraft vom Arm auf den Stock. Verschiedene Fitness-Shops verkaufen kostengünstig eine entsprechende Ausrüstung. Besonders wichtig für einen gesunden Bewegungsablauf ist es, die richtige Stocklänge zu wählen. Die ideale Stocklänge beträgt zwei Drittel der Körpergröße.

 
Bild: Giorgio Minguzzi, flickr.com


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