Fitness

Muskelverspannungen auflösen – so werden Rückenschmerzen erfolgreich therapiert

Jeder kennt es und jeder Sportler fürchtet es: Muskelverspannungen. Dabei sind selbstverständlich nicht nur diejenigen davon betroffen, die ihrem Körper regelmäßig durch anstrengende Trainingseinheiten zusetzen. Auch ganz andere Personenkreise, die gar nichts mit sportlicher Betätigung zu tun haben, können und Muskelverspannungen, vor allem im Rücken, leiden. Gründe gibt es viele: Zugluft, falsche Körperhaltungen, beispielsweise am wenig ergonomischen Schreibtisch auf der Arbeit, oder Stress. Doch Verspannungsschmerzen können erfolgreich bekämpft werden.

So entstehen Muskelverspannungen

Verantwortlich für das typische Schmerzgefühl im Muskel ist der Muskeltonus. Dies ist eine Art Grundspannung, die der Organismus täglich aufbaut und die wichtig ist, um überhaupt aufrecht stehen oder sitzen zu können. Diese Grundspannung wird ganz automatisch aufrechterhalten, ohne dass die Person selbst etwas davon mitbekommt. Andernfalls wäre bereits das Gehen eine unerträgliche Anstrengung auf Dauer.

Während des Schlafes nimmt der Muskeltonus ab. Der Körper entspannt sich und schöpft neue Kraft. Mitunter kann dieser Zyklus aber gestört werden. Als Folge hiervon entspannt sich der Muskel nicht mehr. Dieser dauergespannte Zustand der Muskelstränge wird gemeinhin als Verspannung bezeichnet. Verantwortlich hierfür sind die motorischen Nerven, die zu viele Reize an den Muskel senden, der daraufhin verspannt.

Hinzu kommt, dass der angespannte Muskel an Sehnen und Nerven zerrt. Als natürliche Schutzreaktion nehmen Menschen eine unnatürliche Körperhaltung ein, um die entsprechenden Bereiche bestmöglich zu entspannen. Doch die unnatürliche Haltung verschlimmert den Effekt. Noch mehr Schmerzen und weitere Verspannungen sind die Folge.

Auf diese Weise lassen sich Verspannungen lösen

Um Verspannungen erfolgreich zu bekämpfen, ist es neben einer gezielten Therapie der betroffenen Muskulatur ebenfalls wichtig, die Grundursache zu diagnostizieren. In den meisten Fällen ist es tatsächlich Stress, der die Verspannungen herbeiführt. Hier helfen klassische Entspannungstherapien wie Yoga oder Tai Chi.

Zur Lockerung des Muskelgewebes sind auch Massagen bestens geeignet. Diese können entweder durch einen Physiotherapeuten veranlasst oder auch zu Hause in Eigenregie mithilfe von Tens-Geräten bewerkstelligt werden, wie sie auf dieser Seite vorgestellt werden. Doch es gibt noch andere grundsätzliche Empfehlungen:

  • Die beste Therapie gegen Verspannungen ist Bewegung, die zugegeben zu Anfang schwer fällt. Bettruhe ist hingegen die denkbar schlechteste Methode, Verspannungen zu lösen, denn die Verklebungen der Muskelbereiche lösen sich nur, wenn diese bewegt werden.
  • Vor allem Krankengymnastik oder Schwimmen im warmen Wasser ist empfehlenswert. Auch Spaziergänge können helfen. Wichtig ist vor allem Wärme. Auch der klassische Saunabesuch kann zur Gesundung beitragen.
  • Im extremsten Fall werden Muskelverspannungen medikamentös behandelt. Dies dient vordergründig dem Zweck, die Schmerzen zu senken, sodass sich Patienten wieder bewegen können, um Verspannungen aktiv zu bekämpfen. Eingesetzt werden vor allem nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR).

Muskelverspannungen sollten unbedingt behandelt werden. Andernfalls können sich extreme Formen der Muskelverhärtungen, sogenannte Myogelosen, bilden, die im schlimmsten Fall zum Muskelriss führen können.


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