Mountainbiking Sport – Kreuz und Quer

MTB-Touren: Ausrüstung und Vorbereitung

Für viele ist das Mountainbike der beste Outdoor-Gefährte, denn auf ihm geht es raus aus der Stadt, hinaus in die Natur und hinein ins Abenteuer. Die neue Generation an MTBs mit optimierten Rahmenkonstruktionen, leichten Materialien und innovativer Technik machen den Trip durch unwegsames Terrain so viel angenehmer, dass mehrtägige MTB-Touren rasant zunehmen. Wer den Thrill der rasanten Entdeckungsreise auf zwei Rädern selbst erleben will, kann dies mit ein bisschen Vorbereitung und guter Ausrüstung schon morgen angehen – die passenden Tipps gibt es hier.

Routenwahl
Bewaldete Berggebiete bieten die besten Möglichkeiten, sich auf dem Mountainbike auszutoben, denn technisch anspruchsvolle Strecken sind sonnengeschützt und auch bei Regen noch befahrbar. Generell sind jedoch alle Areale mit unbefestigten Straßen und Wegen geeignet. Fürs Training vorab empfiehlt es sich, Routen in der näheren Umgebung ausfindig zu machen, die sich für leichtere Zwei-Tages-Touren mit Übernachtung eignen. Auf dieser Webseite gibt es eine gute Zusammenstellung beliebter Routen in Deutschland. Außerhalb Deutschlands ist z.B. Mallorca ein sehr beliebtes Ziel für Radsportler. Ein Grund ist neben der Landschaft auch das gut ausgebaute Straßennetz.

Doch auch darüber hinaus gibt es viele weitere spannende Orte wie MTB-Touren auf Island oder über die Alpen nach Italien – mit der richtigen Ausrüstung und Einstellung ist nichts zu abwegig. Wen das Fernweh noch weiter hinaus lockt, dem bieten die meisten Airlines recht kostengünstige Optionen, den geliebten Drahtesel als Sondergepäck aufzugeben.

Etappenplanung
Mountainbiking erfordert mehr Kraft im Oberkörper als „normales“ Freizeitradeln und auch die Handhabung des Sportgeräts ist anspruchsvoller. Daher ist es wichtig, seine Etappen nicht zu lang anzusetzen – generell gilt:

  • Anfänger: 40-75 km pro Tag
  • Fortgeschrittene: 65-95 km am Tag
  • Erfahrene Radsportler: 95 km plus pro Tag
  • Familien- und Fun-Touren: 30-50 km am Tag

Eine Übersicht an Campingplätzen oder kleinen Herbergen entlang der Route ist vorzubereiten, damit spontan neue Ziele anvisiert werden können, wenn eine Etappe zu kurz oder zu lang angesetzt wurde. Wird gecampt, empfehlen sich selbstverständlich auch Grundkenntnisse in diesem Bereich.

Nur anhand einer Landkarte sich in unbekanntem Terrain zurecht zu finden, ist der Reiz von MTB-Touren. Wem dies nicht geheuer ist, hilft ein Fahrrad-Navigationsgerät weiter. Diese cleveren Fahrradcomputer liefern nicht nur GPS-Daten, sondern auch Infos zu Steigung, Distanz, Durchschnittszahlen und vielem mehr.

Bei jeder Etappenplanung ist es jedoch unerlässlich, Dritte zu informieren, wohin es geht und wo die Tour entlang führt!

Checkliste für den Fahrradurlaub
Neben dem Wesentlichen wie Werkzeug, Zelt, Schlafsack, Kochgeschirr, Kleidung usw. gehören auch Sonnenschutz, Seile, Plastiktüten und Toilettenpapier unbedingt in die Ausrüstung. Wer mehrere Tage unterwegs ist, wird zudem die folgenden Dinge zu schätzen wissen (oder lernen):

  • Ersatzspeichen
  • Ersatzteile für Umwerfer
  • extra Stifte bzw. –keile für Anhänger
  • Erste-Hilfe-Set für Fahrrad und Mensch
  • Abriebschutz und Schmutzentferner
  • Flickmaterial (oder schlicht festes Klebeband)

Fahrrad-Check
Es gibt eine Auswahl an Fahrrädern, die sich auch für längere Touren eignen, das heißt, es muss nicht immer das Mountainbike sein. Ob MTB, Roadbike oder Tandem – richtig oder falsch gibt es hier nicht, denn es kommt in erster Linie auf die persönlichen Vorlieben und Fertigkeiten an. Hydraulische Scheibenbremsen sind ein nettes Extra, aber nicht zwingend notwendig. Sie sind in nassen, steilen oder technischen Teilstücken Gold wert; ansonsten tun es auch mechanische Scheibenbremsen, die weniger wiegen und leichter zu pflegen sind.

Da einen auf jeder guten MTB-Tour stets auch kurze Abschnitt zu Fuß erwarten, empfehlen sich Radschuhe mit einem flexiblen Zehenbereich. Dies ist bequemer und erleichtert das Laufen. Für bergige Strecken und anspruchsvolle Steigungen braucht es extrem niedrige Gänge. Das zusätzliche Gewicht deiner Ausrüstung ist hier besonders spürbar, so dass ein kleiner 20- oder 22-Zahn-Kettenring einen großen Unterschied macht.

Weite Baggy-Shorts, wie sie Mountainbiker gerne tragen, haben gegenüber engen Lycra-Pants den Vorteil großer Cargo-Taschen, eines verstärkten Abriebschutzes und eines luftigen Schnitts für mehr Coolness und Bequemlichkeit bei der Pause im Biergarten.

Bild: Gerold Schneider, flickr.com


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