Ernährung

L-Carnitin im Check

Es gibt eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißen, die der menschliche Körper benötigt, um optimal zu funktionieren. Die genaue Wirkung einzelner Bausteine sind dabei nicht immer bekannt. So ergeht es auch dem L-Carnitin, das eine wichtige Rolle im Stoffwechselprozess spielt und bei Sportler äußerst beliebt ist.

Aminosäuren
Der menschliche Körper gewinnt L-Carnitin aus den beiden Aminosäuren Lysin und Methionin. Grundsätzlich kann der Körper sich also selbst mit L-Carnitin versorgen. Eine reine Selbstversorgung reicht jedoch zur Deckung des täglichen Bedarfs nichts aus, deshalb wird Carnitin zusätzlich über die Nahrung aufgenommen. Hohe Konzentrationen finden sich in roten Fleischprodukten.

L-Carnitin wird der Gruppe der vitaminähnlichen Nährstoffe zugerechnet und hat eine grundlegende Aufgabe bei der Verstoffwechselung und Energieumsetzung aus Fettsäuren. Häufig wird L-Carnitin als „Fatburner“ bezeichnet. Diese Behauptung ist allerdings zu ungenau, denn Carnitin selbst verbrennt keine Fette. Das Besondere an L-Carnitin ist dagegen die Fähigkeit, Fettsäuren in die Mitochondrien zu transportieren. In diesen „Kraftwerken der Zellen“ verbrennt der Körper aufgenommene Fette. Durch seine Transportfunktion ist L-Carnitin also maßgeblich am Vorgang der Fettverbrennung beteiligt. Die Auswirkungen von Carnitin, auf die Effizienz dieses Prozesses, konnte zuletzt in einer Studie der Universität Rostock bestätigt werden.

Carnitin ist insbesondere bei Sportlern überaus beliebt. Vor allem im Bereich des Leistungssports wird der Nährstoff eingesetzt, um nach intensiven Trainingseinheiten die Regenerationsphase effizient zu nutzen und so die Trainingsreize optimal umzusetzen. Sportler nehmen dazu L-Carnitin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln in den Körper auf, da die Zusatzmenge unmöglich aus der reinen Ernährung gewonnen werden kann. Verschiedene Nahrungsergänzungen, die L-Carnitin enthalten, sind beispielsweise auf der Internetseite www.pharmasports.de zu finden. Die Kosten sind überschaubar und und auch die Einnahme ist unkompliziert. Empfohlen wird eine Einnahme vor einer Mahlzeit.
Übrigens: Eine mögliche Leistungssteigerung im Sportbereich ist nur innerhalb der notwendigen Versorgung mit L-Carnitin möglich. Der Nährstoff ist daher nur soweit wirksam, wie er auch vom Körper benötigt wird. Hohe Dosierungen allein führen daher nicht zum Erfolg.

Die wichtigsten Nahrungsquellen
Ein großer Teil des L-Carnitin wird aus der täglichen Nahrung gewonnen. Der tägliche Bedarf beträgt in etwa 200 bis 1200 mg und richtet sich letztendlich auch nach der sportlichen Aktivität. Durch die körpereigene Herstellung werden rund 10 % des Tagesbedarfs gedeckt. Der Rest wird durch die Alltagsernährung aufgenommen.
Gute Quellen für L-Carnitin sind unter anderem:

  • Schaffleischprodukte
  • Rindfleischprodukte
  • Krabben
  • Kuhmilch
  • Vollkornprodukte
  • Reis

Da L-Carnitin wasserlöslich ist, geht schon während des Kochvorgangs ein Teil verloren. Die Menge an L-Carnitin in vegetarischen Produkten ist vergleichsweise gering, sodass die notwendige Nahrungsmenge in keinem Verhältnis zur Carnitin-Aufnahme steht. Besonders Vegetarier und Veganer nehmen daher täglich nur sehr geringe Mengen des Nährstoffs auf und sollten bei intensiver sportlicher Betätigung oder während einer Diät auf eine ausreichende Versorgung achten. Wissenswert: Eine Überdosierung führt nur in sehr hohen Mengen zu Magenverstimmungen oder Hautreaktionen. Nicht benötigtes L-Carnitin scheidet der Körper grundsätzlich ohne Probleme aus.

Bild: Andrei Zmievski, flickr.com


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