Ernährung

Koffeinprodukte im Sport Teil 2 – nicht jeder Energydrink ist zu empfehlen

Die vorteilhaften Wirkungen des Koffeins beim Sport dürften mittlerweile geklärt sein (siehe Teil 1). Allerdings gibt es derweil sehr viele verschiedene Methoden, wie das Koffein in den Körper gelangen kann. Gerade Jugendliche greifen sehr häufig auf Energydrinks zurück. Sie sind extrem schmackhaft, sehr süß und bringen jede Menge Energie mit. Allerdings sind sie auch mit Vorsicht zu genießen, denn im Gegensatz zu Kaffee sind sie alles andere als natürlich.

Kaffee oder Energydrink – worin liegt der Unterschied?

Natürlich liegt der Unterschied in den Inhaltsstoffen. Kaffee ist ein Produkt aus der Natur. Die Inhaltsstoffe und somit auch das Koffein gelangen auf natürliche Weise in den Kaffee, wie es folgendes Video veranschaulicht.


Quelle: Youtube-Kanal von Kaffee-Partner

Ganz anders sieht dies beim Energydrink aus, der vor künstlichen Zusatzstoffen nur so überläuft.

Zum Vergleich: Grundsätzlich liefert eine Menge von 250 Millilitern Kaffee mehr Koffein als ein Energydrink. Ein Viertelliter Kaffee stellt ungefähr 100 Milligramm Koffein bereit, beim herkömmlichen Energydrink sind es gerade einmal 80 Milligramm.

Aber Achtung: Die Hersteller geben sich mit diesem Mangel nicht zufrieden. Durchschnittlich weisen beliebte Energydrinks mittlerweile mehr als 150 Milliliter an Koffein auf. Per Gesetz sind sie dadurch aber verpflichtet, ihre Getränke als Drinks mit „erhöhtem Koffeingehalt“ zu verkaufen, was die wenigsten Menschen allerdings abschreckt. Doch bedeutet dies zwangsläufig, dass Energydrinks mehr Energie als Kaffee liefern?

Koffein – Mehr ist nicht immer besser

Der menschliche Organismus hat eine Art natürlichen Schutz gegen Koffein aufgebaut, kommt es zu einer Überdosierung. Daraus ergibt sich, dass mehr Koffein nicht immer besser ist für die Leistungsfähigkeit, ganz im Gegenteil sogar. Bei überdurchschnittlicher Koffeinzufuhr sinkt die physische wie auch die mentale Leistungsfähigkeit. Von Grund auf würde der Mensch eigentlich viel weniger Koffein aufnehmen als durch das Trinken von Energydrinks, der hohe Zuckerzusatz übertüncht allerdings den bitteren Geschmack des Koffeins.

Bei zu viel Koffein kann es besonders schnell zu Herzrasen und Herz-Kreislaufproblemen kommen – ein Kollaps droht. Besonders gefährlich ist dies übrigens beim Sport. Können koffeinhaltige Getränke vor sportlicher Betätigung durchaus die Leistung optimieren, kann der Konsum während oder direkt nach einer körperlichen Belastung lebensgefährlich sein. Nicht umsonst warnt auch Bundesinstitut für Risikobewertung vor dem Konsum von Energydrinks während des Sports.

Wissenschaftliche Beweise fehlen

Taurin, Inosit oder Glucoronolacton – die Zusatzstoffe bei Energydrinks sind vielseitig und versprechen mehr Leistung bei Genuss. Aus wissenschaftlicher Sicht fehlen allerdings jegliche Nachweise, dass diese Zusatzstoffe wirklich leistungsfördernd sind. Laut der Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung sind für die genannten Stoffe sogar Höchstgrenzen gesetzt, an die sich die Produzenten halten müssen.

Gesund sind die Drinks sowieso nicht. Mittlerweile gibt es Energydrinks sogar in herkömmlichen 1-Liter-Flaschen. Diese bringen nicht selten über 500 kcal mit und enthalten so viel Zucker, dass umgerechnet mehr als 20 Stück Würfelzucker konsumiert würden. Und dies lässt sich mit Sport letztendlich gar nicht vereinen, weswegen der kalorienarme Kaffee die bessere Alternative bleibt, wird ein Energieschub vor dem Training benötigt.

Bild: jaci XIII, flickr.com


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