Ernährung

Koffeinprodukte im Sport Teil 1 – die natürlichen Dopingmittel

Jeder kennt es: Am Abend zu viel Kaffee getrunken und schon fällt das Einschlafen schwer. Irgendwann schloss aus diesem Effekt jemand, dass Kaffee belebt. Besonders für Sportler war dies von Vorteil, die mithilfe des Heißgetränks etwas leistungsfähiger wurden. Verantwortlich dafür ist die im Kaffee enthaltene Substanz Koffein. Mittlerweile wird Koffein extrahiert von Kaffee angeboten und ist ein gern verwendetes Mittel sowohl bei Leistungs- als auch bei Amateursportlern. Im Folgenden soll alles Wesentliche über das natürliche Dopingmittel Koffein erklärt werden.

Was genau ist Koffein eigentlich und wie wirkt es?

Wer es ganz genau und chemisch betrachten möchte, der muss Koffein eigentlich unter der Bezeichnung „1,3,7-Trimethylxanthin“ abspeichern. Koffein entstammt den Purin-Alkaloiden, ist leicht basisch und besitzt eine sehr starke Bioverfügbarkeit.

Viel wichtiger und wohl auch interessanter ist allerdings der physiologische Effekt. Koffein gelangt über den Darm in die Blutbahn und benötigt dafür circa eine halbe Stunde. Interessanterweise hemmen Gerbstoffe, wie sie im Kaffee vorhanden sind, die Aufnahme von Koffein in den Blutkreislauf, hingegen Kohlensäure den Effekt beschleunigt.

Um die positive Wirkung von Koffein im Sport demnach möglichst schnell zu erfahren, ist es also sinnvoller, die unterschiedlichen Koffeinprodukte mit kohlensäurehaltigem Wasser einzunehmen und sich nicht allein auf das Kaffeetrinken zu verlassen.

Mehr als drei Stunden beträgt die Halbwertszeit von Koffein bei einem ausgewachsenen Menschen. Männer bauen den Stoff weitaus langsamer ab als Frauen. Wer zusätzlich Sport betreibt, beschleunigt den Abbaueffekt, der in der Leber stattfindet, noch weiter.

Was genau bewirkt Koffein im Körper?

Koffein wirkt sozusagen indirekt auf den menschlichen Organismus und beschränkt sich diesbezüglich nicht auf ein System, sondern stimuliert und aktiviert unterschiedliche körpereigene Prozesse.

So aktiviert Koffein nach Aufnahme das sympathische Nervensystem, was wiederum die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin sowie Dopamin anregt. Hieraus resultiert eine gesteigerte Herzfrequenz und Blut gelangt schneller in die Muskeln. Die Leber produziert mehr Glucose und der Energielevel steigt. Da die innen gelegenen Organe weniger mit Blut versorgt werden, sinkt der Appetit. Man ist wacher, leistungsfähiger und reaktionsschneller.

Und auch auf die mentale Leistungsfähigkeit wirkt Koffein. Bestimmte Gehirnareale und Nerven werden durch Koffein aktiviert. Die Sehstärke nimmt dadurch zu, das Gedächtnis wird aufgefrischt und die intellektuelle Leistungsfähigkeit optimiert.

Und es gibt noch weit mehr Auswirkungen von Koffein auf den Körper, die auch außerhalb des Sports sehr nützlich sein können.

Koffein…

  • optimiert den Fettabbau
  • fördert die physische Regeneration und vermeidet Muskelkater
  • verbessert die Muskelkraft
  • wirkt positiv auf die Atmung
  • verringert das Schmerzempfinden

Koffein – eine mit Vorsicht zu genießende Substanz

So positiv die Zufuhr von Koffein für Sportler auch sein mag, so darf doch nicht vergessen werden, dass eine übermäßige Einnahme von Koffein zu physischen und psychischen Symptomen führen kann, wie auch das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel aufführt. Wer Koffein als Nahrungsergänzungsmittel einsetzen möchte, sollte sich daher nicht nur über die vorteilhaften Auswirkungen, sondern auch über mögliche Risiken informieren.

Bild: jaci XIII, flickr.com


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