Mountainbiking Sport – Kreuz und Quer

Gebrauchtes Mountainbike kaufen – Worauf achten

Da ich mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Mountainbiken beschäftigt habe, habe ich mir auch die Frage gestellt, ob ein gebrauchtes oder ein neues Mountainbike die bessere Wahl ist:

Nicht auf den ersten Eindruck achten
Viele Laien begehen bereits bei der groben Besichtigung eines Mountainbikes den Fehler, den Zustand lediglich anhand des äußeren Scheins einzuschätzen. Doch ein solches Rad muss nicht sauber sein. Man darf ihm sogar ansehen, dass es über Gebühr strapaziert wurde. Dafür wurden diese Vehikel konzipiert. Und je höher ihre Qualität, desto eher werden sie auch manches Malheur auf dem Parcours verzeihen. Es ist somit weitgehend unbedeutend, ob sich im Lack des Rahmens eine kleine Schramme befindet oder ob die Reifen einen abgenutzten Eindruck machen. Derlei Einflüsse wirken sich zwar später auf den Preis aus, sollten die grundsätzliche Kaufentscheidung aber nicht trüben. Jene Bestandteile lassen sich ohnehin preisgünstig nachbessern.

Ein Blick auf den Antrieb
Teuer kann es jedoch schnell einmal werden, wenn das Tretlager, die Kettenblätter und das Schaltwerk beschädigt sind. Für viele Laien ist meist nicht sofort erkennbar, wo etwaige Mängel lauern. Wichtig ist es daher, sich genügend Zeit zur Betrachtung zu nehmen. Alle Parts sollten gut erkennbar sein, also nicht hinter einem Gemisch aus Öl und Dreck verborgen liegen. Kommt es hier zu rostigen Stellen, Brüchen oder anderweitigen Beeinträchtigungen, wäre das bereits ein Minuspunkt, der sich nur schwer beheben lässt – jene Komponenten gelten am Rad als besonders teuer. Gleiches gilt für die Zahnkränze. Machen sie einen sehr spitzen Eindruck und ähneln sie den Zähnen von einem Hai, müsste erneut nachgerüstet werden, um den Verschleiß zu korrigieren.

Hoher Komfort kostet
Mountainbikes sind darüber hinaus nicht selten mit Federungen ausgestattet. Sie können an der vorderen oder hinteren Gabel sowie unter dem Sattel eingesetzt werden. Solche Erweiterungen werden leicht abschätzig als Spielerei angesehen, erfüllen aber den sinnvollen Zweck, kleine Unebenheiten des Bodens abzudämpfen. Allerdings sind diese Komponenten auch relativ teuer, wenn sie ersetzt oder repariert werden müssen. Zu achten ist insofern darauf, dass sie sich leicht bedienen lassen. Nicht zu leicht, das würde für zu viel Spiel oder eine hohe Abnutzung sprechen. Jedoch auch nicht zu schwer, da hierin meist ein Indikator für Beschädigungen oder Verschmutzungen gesehen wird. Die Feder muss sich sanft, aber robust gen Boden neigen.

Lohnt sich der Preis?

Im Übrigen spielt der Rahmen nur in Ausnahmefällen eine echte Rolle. Er darf zwar nicht gebrochen sein und sollte über ein leichtes Gewicht verfügen. Nur wenige Sportler sind aber in der Lage, seinen Einfluss während der Fahrt zu bemerken. Alle weiteren zu überprüfenden Faktoren sollten dem Käufer am Ende und eingedenk einer Probefahrt vor Augen führen, welche Qualität das zu erwerbende Bike besitzt und welche Nachbesserungen vorgenommen werden müssen. Daraus wiederum lässt sich ein Vergleich zu jener Forderung stellen, die der Verkäufer erwartet. Ist das Vehikel in Ordnung und müssen lediglich kleine Korrekturen vorgenommen werden, spricht nichts gegen den Handel. Je hochwertiger aber die Komponenten sind, die ausgetauscht werden sollten, desto eher wäre von einer Übereinkunft abzusehen.

Bild: Gerold Schneider, flickr.com


Artikel, die dich vielleicht auch interessieren könnten:



Hinterlasse eine Antwort

E-Mail wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

Zulässige HTML Tags und Attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>