Ernährung

BCAAs – Vier Buchstaben mit großer Wirkung

BCAAs steht für „branched-chain-amino-acids“, welches auf die chemische Zusammensetzung zurückgeht. Sie bestehen aus den Aminosäuren: Leucin, Valin und Isoleucin. Allgemein ist bekannt, dass Aminosäuren zum Muskelaufbau notwendig sind. Die Wirkung BCAAs gehört hierüber hinaus. Sie erfüllen vielfältige Funktionen und sind damit eine Sonderheit unter den Aminosäuren. BCAAs können nicht im Körper synthesiert werden, müssen also über die Nahrung aufgenommen werden. Für Nicht-Sportler kann der Bedarf über die Nahrung gedeckt werden. Bei Sportlern ist der Bedarf jedoch um ein vielfaches höher, sodass es durchaus sinnvoll ist zusätzliche BCAAs einzunehmen.

BCAAs zum Muskelaufbau
Nach einem harten Training geht der Körper in Regenerationsphase. In dieser Phase kommt es zum Muskelwachstum. Man spricht hier auch von der anabolen Phase. Dieses Zeitfenster kann durch die Einnahme von BCAAs erweitert werden. Man geht davon aus, dass hochwertige BCAAs zudem den Transport von Kohlenhydraten und Aminosäuren in die Muskeln beschleunigen.

BCAAs während der Diät
Bei kalorienreduzierten Diäten greift der Körper auf die Eiweiße der Muskeln zurück, um Energie für lebenswichtige Vorgänge im Körper zur Verfügung zu haben. Sorgt man für einen ausreichend hohen BCAA-Spiegel im Körper, werden zuerst die BCAAs abgebaut bevor die Muskeln angegriffen werden.

Die Einnahme von BCAAs
Es empfiehlt sich allgemein BCAAs vor und nach dem Training einzunehmen. Drei bis vier Gramm pro Einnahme sind ideal. Diese Dosierung sollte auch bei Diäten beibehalten werden. Bei der Einnahme stehen Kapseln, Tabletten oder pulverförmige BCAAs zur Auswahl. Kapseln haben den Vorteil, dass sie gut zu portionieren sind und der Körper sie schnell verarbeitet, jedoch sind Kapseln zumeist relativ teuer. Tabletten sind dafür günstiger und ebenso gut portionierbar, jedoch kann der Körper sie nicht so schnell verwerten. Pulver hingegen ist günstig und gut verwertbar, aber etwas unpraktisch beim Portionieren. Zusätzlich zur Einnahme von BCAAs eignet sich Kreatin aber auch ein Weight Gainer.


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1 Kommentar

  1. Schöne Zusammenfassung :)

    Ich finde, dass der isolierte Konsum von BCAA kurz vor dem Muskeltraining und direkt nach dem Training besonders sinnvoll ist. Durch die relativ kurze Molekülstruktur der verzweigtkettigen Aminosäuren müssen diese nicht erst vorverdaut werden, bevor sie resorbiert werden können und als Aminosäure im Blut zur Verfügung stehen. So kann die Muskulatur direkt auf die Aminosäure Leucin zurückgreifen, die primär für den Erhalt und Aufbau von Muskelgewebe sowie Muskelregeneration zuständig ist.

    Isoleucin wird als Baustein für die Proteinbiosynthese benötigt oder kann für die schnelle Energiegewinnung in Muskelzellen dienen. Valin dient ebenfalls als Baustein für den Proteinaufbau und kann die Muskulatur während einer langanhaltenden, intensiven Belastungsphase zusätzlich mit Energie versorgen.

    Der einzige Nachteil bei naturbelassenem BCAA-Pulver: Es schmeckt grausam! :-/

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